Kinder

Frühbehandlung für Kinder

Eine kieferorthopädische Behandlung im Kindesalter ist erforderlich, wenn das Wachstum der Kiefer nicht harmonisch verläuft. Therapiebedarf besteht bei fehlwachstumsbedingtem Überbiss, Rückbiss, vorderem oder seitlicher Kreuzbiss oder offenem Biss. Die Therapie dient nicht nur dazu das Fehlwachstum zu korrigieren, sondern auch eine weitere Verschlechterung der Situation durch das andauernde falsche Kieferwachstum zu vermeiden.

Daneben ist es sinnvoll, bei einem vorzeitigen Verlust von Milchzähnen vorstellig zu werden. Milchzähne dienen auch als Platzhalter für die nachfolgenden bleibenden Zähne. Nach dem vorzeitigen Verlust eines Milchzahnes droht der Verlust dieses Platzes für den später durchbrechenden bleibenden Zahn, was im schlechtesten Fall bei vollem Platzverlust zur zwingend erforderlichen Entfernung des bleibenden Zahnes führen kann. Daher ist es bei einem vorzeitigen Milchzahnverlust zumeist ratsam, einen Platzhalter einzusetzen, der den Platz für den nachfolgenden, bleibenden Zahn erhält.

Generell erfolgen Frühbehandlungen mittels herausnehmbaren Zahnspangen. Aus der Vielzahl an zur Verfügung stehenden herausnehmbaren Spangen muss die für das Kind passende ausgewählt und individuell gestaltet werden. Dabei wird auch versucht, die Motivation der Kinder durch eine möglichst ansprechende Gestaltung der Spange zu steigern.

Eine Frühbehandlung ist ab dem 5. Lebensjahr möglich. Im Regelfall dauert sie nicht länger als ein bis eineinhalb Jahre.